Menu

Session 2: Gründonnerstag: „Wie soll ich das durchstehen?“

„Wie soll ich das durchstehen?“

In dieser Sitzung beschäftigen wir uns mit Herzensfragen: der Suche nach einem Sinn im Schmerz und Strategien zum Umgang mit Enttäuschungen. Mit besonderem Gast: Fernsehmoderator Simon Thomas.

Hinweis: Die deutschen Stimmen wurden mithilfe von künstlicher Intelligenz kreiert.

Film ab
Herunterladen: Video: HD (902 MB)  /  SD (405 MB) Leitfaden für kleingruppen PDF

Small Group Study Guide

Ein Hinweis für Leitende:

Willkommen zurück! In Einheit 2 des Gebetskurs II: „Unerhörte Gebete“ erforschen wir die
tiefen Herzensfragen, die wir uns stellen, wenn wir mit Leid konfrontiert werden. Ziel dieser
Gespräche ist es daher, den Leuten zu helfen, sich emotional so zu öffnen, dass sie Vertrauen
zueinander aufbauen und gerne miteinander beten.

Nimm dir nach Möglichkeit vor Beginn des Treffens ein wenig Zeit nehmen, um Jesaja 61,1-7
zu beten. Wende die Verse 1-3a auf dich selbst an und bitten den Heiligen Geist, dich heute
zu salben, um „zerbrochene Herzen zu verbinden“ (Vers 1) und „die Trauernden zu trösten“
(Vers 2). Bete dann die Verse 3b-7 über die Mitglieder der Gruppe.


1. Einführung in die Session

5 minuten

Wichtige Verse
„Meine Seele ist zu Tode betrübt… Abba, Vater, alles ist dir
möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will,
sondern was du willst.“ – Markus 14,34+36 (EÜ)
Einführung

Willkommen zu Einheit 2 des Gebetskurses II: Unerhörte Gebete!

Wir schauen wieder ein Video an, sprechen anschließend über die Fragen, die es aufwirft,
und beten zum Abschluss gemeinsam. Der gesamte Kurs soll uns helfen, Schmerz und
Enttäuschung zu verarbeiten, indem er sich mit den vier großen Fragen beschäftigt, die wir
uns alle oft stellen, wenn wir leiden.

Heute geht es um die Herzensfrage: „Wie soll ich das durchstehen?“ und wir beschäftigen uns
mit Jesus am Gründonnerstag im Garten Gethsemane.

Beginne die Einheit, indem du jemanden bittest, ein Gebet zu sprechen.


2. Seht euch das Video an

35 minuten

Bibelstellen aus dieser Einheit
Markus 14,32-37, Psalm 23, Römer 5,3-4

Die Kernaussagen

(zur Information, falls jemand einen kleinen Anstoß braucht!)

  • Von Jesus im Garten Gethsemane können wir vier Schlüssel zum Umgang mit Verzweiflung lernen: Ort, Menschen, Gebet, Sinn
  • Jesus stirbt nicht nur für uns, er leidet auch mit uns
  • Finde einen Sinn im Schmerz, wenn es geht, und finde ein Sinn trotz des Schmerzes, wenn es nicht geht

„Ich möchte nicht an diesem Ort der Trauer und der Wut bleiben … Ich möchte mich
wieder für das Leben entscheiden und ich möchte wieder Leben finden.“
– Simon Thomas


3. Diskussionsfragen

30 – 40 minuten

F: Was fandest du an den Beiträgen von Pete Greig, Gemma Hunt und Simon Thomas am hilfreichsten, inspirierendsten oder herausforderndsten?
F: Im Garten Gethsemane sagt Jesus seinen Freunden: „Meine Seele ist von Trauer überwältigt, ja, bis zum Tod“ (Markus 14,34 – Das Buch). Welchen Barrieren oder Hindernissen begegnest du, wenn du deinen Freunden ehrlich und offen deine Gefühle mitteilen möchtest? Gibt es jemanden, der bereit ist, von einer Zeit zu erzählen, als sich seine Seele „überwältigt“ fühlte?
F: Was passiert mit deinem Gebetsleben, wenn du dich überfordert oder aufgewühlt fühlst? Was fällt dir auf, dass du anders machst?
F: Pete Greig sagt: „Gott lässt uns nicht allein leiden“. Ist das etwas, das du erlebt hast? Wo ist Gott dir in deinem Leid begegnet?
F: Denkst du, dass jede und jeder in seinem Leid – oder trotz seines Leids – einen Sinn finden kann?
F: Pete Greig spricht über den Holocaust-Überlebenden Viktor Frankl und darüber, wie wichtig es ist, trotz unseres Leids einen Sinn zu finden.

Nehmt euch ein oder zwei Minuten Zeit, um in der Stille über einen
Bereich eures Lebens nachzudenken, in dem ihr Leid erfahren habt.
Überlege, wie du im Leid oder trotz des Leides einen Sinn finden konntest –
oder könntest.

[Wenn die Gruppe wieder zusammenkommt]

Wäre jemand bereit, von einem Sinn zu erzählen, den er in seinem Leiden entdeckt hat?
F: Simon erzählt in seinem Interview von seinen ehrlichen – oft wütenden – Gebeten zu Gott. Welche Dinge machen es dir schwer, emotional ehrlich zu Gott zu sein?

F: Wie können wir als Gruppe in Prüfungen und schwierigen Zeiten mehr
füreinander tun? Gibt es praktische Schritte, die wir unternehmen sollten, um
einander gegenseitig mehr zu unterstützen?


4. Gebet in der Kleingruppe

15 minuten

Hinweis für Leitende

Wenn eure Gruppe aus mehr als 3 Personen besteht, empfehlen wir, dass ihr euch in kleinere Gebetsgruppen von 2 oder 3 Personen aufteilt, damit alle die Möglichkeit haben, sich auszutauschen und füreinander zu beten. Informiere die Gruppe(n), wie viel Zeit für das Gebet eingeplant ist, und wie viel Zeit jede Person ungefähr für den Austausch und das Gebet haben wird.

Fragt euch gegenseitig

F: Wie fühlst du dich angesichts der Dinge, die wir heute besprochen haben?
Gibt es Bereiche, für die du gerne beten lassen würdest?


5. Abschließende Kommentare

5 minuten

Teile mit der Gruppe, was dir an dieser Session besonders gut gefallen hat.

In der nächsten Einheit werden wir uns mit Karfreitag und einigen der wichtigsten Fragen beschäftigen, mit denen wir bei Schmerz und Leid konfrontiert werden: „Warum lässt Gott Leiden zu?“ „Warum scheint er manchmal so weit weg zu sein?“ „Warum bleiben meine innigsten Gebete unbeantwortet?“

Um euch darauf vorzubereiten und das Meiste aus der Session mitnehmen zu können, lest nach Möglichkeit Kapitel 7-10 von „Gottesfinsternis“. Das Buch ist (auf Englisch) auch als Hörbuch erhältlich, falls dir das einfacher fällt.

Schlussgebet

Herr,

hilf mir, heute aufrecht zu stehen. Versuchungen und Prüfungen sind überall. Wenn das Leben weh tut,

werde ich verunsichert, unehrlich, misstrauisch und kritisch. Ich lege den Gürtel der Wahrheit an.

Wenn das Leben weh tut,

leiden meine Beziehungen – vor allem meine Beziehung zu dir. Ich lege den Brustpanzer der Gerechtigkeit an.

Wenn das Leben weh tut,

werde ich entweder zu faul oder viel zu beschäftigt. Ich ziehe die Stiefel der Bereitschaft für das Zeugnis des Evangeliums an.

Wenn das Leben weh tut,

lasse ich meine Deckung fallen und mache mich verwundbar. Ich ergreife den Schild des Glaubens.

Wenn das Leben weh tut,

wird mein Denken negativ und ich stelle alles in Frage. Ich setze den Helm des Heils auf.  

Wenn das Leben weh tut,
werde ich feige.

Ich ergreife das Schwert deines Wortes.

Gott, hier fühlt es sich nicht an, als wäre es „vollbracht“.
Ich fühle mich alles andere als vollendet.

Sieh mich knien.

Hilf mir stehen.

– aus „Gottesfinsternis“ (God on Mute) von Pete Greig, Kapitel 10


Ressourcen zur Vertiefung

Journaling-Impuls
Wo lädt Gott mich in dieser Woche ein, ihm in meinem Leid zu begegnen?

Tägliche Andachten
Im hinteren Teil des Begleitbuchs zu diesem Kurs – „Gottesfinsternis“ (Englischer Originaltitel: God on Mute) – findet ihr eine vierzigtägige Andachtsreihe. Die täglichen Impulse können helfen, die Inhalte gründlicher zu verstehen und tiefer zu beten.

Zum Nachdenken
Nimm dir Zeit, innezuhalten und über das Isenheimer Altarbild von  Matthias Grünewald nachzudenken, von dem Pete Greig in der Session gesprochen hat. (Online verfügbar unter https://www.wikiart.org/en/matthias-grunewald/the-isenheim-altarpiece-1516)

Bücher
  • Love, Interrupted: Navigating Grief One Day at a Time, Simon Thomas
  • Der Mensch auf der Suche nach Sinn, Viktor E. Frankl
  • Gottesfinsternis, Pete Greig


Herunterladen: Video: HD (902 MB)  /  SD (405 MB) Leitfaden für kleingruppen PDF Video-Einbettungscode