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„Wo ist Gott, wenn der Himmel schweigt?“
Erforschung der Fragen, die wir uns stellen, wenn wir uns zwischen dem Schmerz des Karfreitags und den Wundern des Ostersonntags gefangen fühlen. Mit der besonderen Gästin, der eritreischen Gospelsängerin Helen Berhane.
Bitte beachte, dass diese Sitzung eine anschauliche Darstellung der Folter und des Todes eines Kindes in einem Konzentrationslager enthält, als Teil einer Diskussion über das Leiden und das Kreuz.
Hinweis: Die deutschen Stimmen wurden mithilfe von künstlicher Intelligenz kreiert.
Nur wenige Erfahrungen im Leben sind so verunsichernd wie Zeiten, in denen Gott schweigt. Für einige Mitglieder eurer Gruppe mag dies bereits Realität sein. Daher ist es wichtig, ihren Fragen in dieser Sitzung ernstzunehmen, ohne zu versuchen, sie zu „lösen“.
Dies könnte für viele Gruppenmitglieder eine unbequeme und heikle Session sein, insbesondere da es für die Themen, um die es hier geht, keine einfachen Antworten oder schnellen Lösungen gibt. In Gottesfinsternis sagt Pete Greig: „Gottes Schweigen ist nicht seine Abwesenheit, sondern vielmehr seine Anwesenheit in einer anderen Form.“
Auch Menschen, die Gottes Schweigen erleben, können seine Gegenwart erfahren, deshalb solltet ihr euch viel Zeit für das Gebet nehmen. Denkt daran, dass eine der wichtigsten Ausdrucksweisen von Gottes Gegenwart in solchen Zeiten die liebende Anwesenheit von Gottes Volk ist.
Bitte beachtet, dass diese Einheit im Rahmen einer Diskussion über Leiden und das Kreuz eine drastische Beschreibung der Folterung und des Todes eines Kindes in einem Konzentrationslager enthält.
Willkommen zu Einheit 3 des Gebetskurses II: Unerhörte Gebete!
Wir schauen wieder ein Video an, sprechen anschließend über die Fragen, die es aufwirft, und beten zum Abschluss gemeinsam.
Heute befassen wir uns mit dem Geheimnis des Karsamstags und stellen „Wo“-Fragen: „Wo ist Gott, wenn der Himmel schweigt?“, „Wo ist Gott inmitten meiner unbeantworteten Gebete, meines Schmerzes und Leidens?“ Wir werden uns mit der Ungewissheit beschäftigen, die oft mit dem Warten einhergeht, und das Ringen mit dem Gefühl, dass Gott schweigt.
Beginne die Einheit, indem du jemanden bittest, ein Gebet zu sprechen.
Bibelstellen aus dieser Einheit
Psalm 22
(zur Information, falls jemand einen kleinen Anstoß braucht!)
„… sie haben versucht, mich zu töten; ich weiß nicht, wie ich überlebt habe. Aber ich sage immer, dass ich überlebt habe, um einfach anderen ein Zeugnis zu sein.“ – Helen Berhane
F: Was fandest du an den Beiträgen von Pete Greig, Gemma Hunt und Helen Berhane am hilfreichsten, inspirierendsten oder herausforderndsten?
F: Wo wartest du auf einen Durchbruch, ein Wort von Gott oder eine Antwort auf deine Gebete? Welche unbeantworteten Fragen beschäftigen dich heute?
F: In „Gottesfinsternis“ spricht Pete Greig über unsere Tendenz, „die Auferstehung zu überstürzen“, „den Karsamstag zu überspringen“ und das Chaos etwas zu schnell beseitigen zu wollen. Was macht es so schwierig, mit ungelösten Fragen auszuharren?
F: Die Leute sagen oft, dass Gottes Zeitplan perfekt ist. Stimmst du dieser Aussage zu? Warum scheint er sich manchmal so viel Zeit zu lassen?
F: In „Gottesfinsternis“ sagt Pete Greig: „Gottes Schweigen ist nicht seine Abwesenheit, sondern vielmehr seine Anwesenheit in einer anderen Form.“ Auf welche Weise hast du in der Vergangenheit Gottes Gegenwart inmitten des Schweigens erfahren?
F: Gab es für dich Momente inmitten von Schmerz und Schweigen, in denen du wie Elie Wiesel sagen konntest: „Da ist Gott“?
F: Pete Greig spricht darüber, wie wichtig es ist, ein „geistliches Muskelgedächtnis“ zu entwickeln, das uns durch die dunkleren und schwierigeren Zeiten des Lebens trägt. Was bedeutet das für dich? Welche „heiligen Gewohnheiten“ hast du schon in deinem Leben kultiviert – oder würdest du gerne kultivieren?
F: Die Bibel drückt die Realität des Lebens aus; Schmerz und Hoffnung zusammen. Gibt es irgendwelche bestimmten Bibelstellen, die dir in Zeiten der Prüfung oder des Leids Halt gegeben haben?
F: Helen Berhanes Geschichte zeigt die Kraft von Lobpreis inmitten von Schmerz und Schweigen. Was können wir als Gruppe praktisch tun, um uns gegenseitig zu helfen, inmitten von Herausforderungen unseren Blick auf Jesus zu richten?
Wenn eure Gruppe aus mehr als 3 Personen besteht, empfehlen wir, dass ihr euch in kleinere Gebetsgruppen von 2 oder 3 Personen aufteilt, damit alle die Möglichkeit haben, sich auszutauschen und füreinander zu beten. Informiere die Gruppe(n), wie viel Zeit für das Gebet eingeplant ist, und wie viel Zeit jede Person ungefähr für den Austausch und das Gebet haben wird.
F: Pete Greig sagt, dass es möglich ist, „an den Glauben anderer zu glauben, auch wenn man selbst keinen Glauben hat.“ Gibt es eine bestimmte Sache, in der die Mitglieder der Gruppe jetzt für dich im Gebet „Glauben haben“ können?
F: Gibt es noch andere Bereiche, für die du gerne beten lassen würdest?
Das nächste Mal, in unserer letzten Session, schauen wir auf die Hoffnung des Ostersonntags und stellen unsere letzte Frage: „Wann?“ – „Wann werden meine Gebete erhört?“
Um euch darauf vorzubereiten und das Meiste aus der Session mitnehmen zu können, lest nach Möglichkeit Kapitel 13-14 von „Gottesfinsternis“. Das Buch ist (auf Englisch) auch als Hörbuch erhältlich, falls dir das einfacher fällt.
Der Karsamstag verlangt uns Vertrauen, Geduld und eine gewisse trotzige Hoffnung ab. Wir schließen deshalb mit einem Gebet von Alan E. Lewis, einem der wenigen Theologen, die es sich zum Lebenswerk gemacht haben, sich mit dem Karsamstag zu beschäftigen:
Höre unser Gebet für eine Welt, die immer noch ein Ostersamstagsleben führt, unterdrückt und einsam, der Gottlosigkeit schuldig und von ihrer Gottverlassenheit überzeugt. Sei morgen noch der Gott, der du heute bist und gestern schon warst: Der Gott, der mit uns im Grab ist, doch dadurch den Stachel des Todes zieht, und uns in seinem endgültigen Reich einen noch größeren Sieg verheißt – den Sieg der reichen Gnade und des vollen Lebens über das ganze Ausmaß von Sünde und Tod. Und für dein gesegnetes Begräbnis, in welches wir getauft sind, sei dir für immer die Ehre! Amen.
– aus „Gottesfinsternis“ (God on Mute) von Pete Greig, Kapitel 12
Journaling-Impuls
An welche vertrauenswürdigen Freunde kann ich mich in einer Zeit, in der Gott schweigt, wenden? Wie kann ich diesen Freunden diese Woche zeigen, dass sie mir wichtig sind?
Tägliche Andachten
Im hinteren Teil des Begleitbuchs zu diesem Kurs – „Gottesfinsternis“ (Englischer Originaltitel: God on Mute) – findet ihr eine vierzigtägige Andachtsreihe. Die täglichen Impulse können helfen, die Inhalte gründlicher zu verstehen und tiefer zu beten.
Zum Nachdenken...
Das Gedicht Kniend (Kneeling), von R S Thomas (1)
Momente großer Ruhe,
Kniend vor einem Altar
Aus Holz in einer SteinkircheIm Sommer, darauf wartend, dass der Gott dort
Spricht; die Luft wie eine Treppe
Für die Stille; das Licht der Sonne
Umringt mich, als hätte ich
Eine große Rolle zu spielen. Und das Publikum
Still; die dicht gedrängten Reihen
Von Geistern, warten, wie ich, Auf die Botschaft. Gib mir das Stichwort, Gott; Nur nicht sofort.
Wenn ich spreche,
Selbst wenn du es bist, der
Durch mich spricht, geht etwas verloren. Der Sinn findet sich im Warten.
Bücher
(1) R S Thomas, Collected Poems: R. S. Thomas. Frei übertragen von Daniel Oesterle.